| "Autor" |
Blind |
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geschrieben am: 24.01.2002 um 17:36 Uhr
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Menschen kommen
Menschen gehen
Jeder seinen eigenen Weg
Ich wanderte auf meinen eigenen verschlungenen Pfaden
Wanderte so weit mich die Füsse trugen
Ich sah Berg und Tal und Fluss
Und doch wollte ich immer weiter
Schliesslich warst du an meiner Seite
Du liefest mit mir
Jeden Tag
Jede Nacht
Teilten wir die Zeit miteinander
Durch Sturm und Gewitter gingen wir zu zweit
Krieg und Seuche überstanden wir zu zweit
Freude und Vertrauen erlebten wir zu zweit
Die Liebe erfüllte mich
Monat um Monat verging
Kein Tag an dem du nicht bei mir warst
Keine Nacht in der ich nicht deine Wärme spürte
Nichts schien von Bedeutung
Ausser mein Leben mit dir
Weit unten liegen wir nun
Unsere Knochen gebrochen
Unsere Schädel zerschmettert
Unser Blut getrocknet
Wir sahen nur uns beide
Und nicht den Abgrund
Der sich vor uns auftat
Gemeinsam fielen wir hinein
Schlugen hart am Boden auf
Der harte Stein brachte uns die Realität zurück
Blind waren wir
Ignorranz gegenüber allem anderem
Nun haben wir beide dafür bezahlt
Mit unserem Leben
Und unseren Seelen
Die nicht mehr vereint...
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