| "Autor" |
Monster |
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geschrieben am: 08.04.2002 um 21:27 Uhr
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Tausend Blutige Tränen
wischt sie sich vom Gesicht.
Tausend mal geschlagen
hofft sie auf ein Licht.
Vor ihr steht das Übel
Geruch von Schweiss und Bier
umgibt diesen Koloss
Nicht unterscheidbar vom Tier
Im Hause ist es düster
vergebens sucht sie Licht
Verdrängt wird es durch Schatten
Die ganze Hoffnung bricht
Ihr Sohn versteckt sich oben
Er will nicht wieder schreien
Im Innern seines Herzen
Hört er langsam auf zu sein.
Ein endloser Alptraum
Eine Nacht ohne Tag
Die Waffe hat er bei sich
die im Schrank des Monsters lag
Das Monstrum ist nicht satt
will nun den Jungen kriegen
stolpert über Bierflaschen
die auf dem Boden liegen
Das Grauen nähert sich
Schritt für Schritt
Hinauf zum Jungen geht's
Den Knüppel nimmt er mit
Das Knarren der Treppe
ertönt bei jeder Stufe
lauter, immer lauter
werden die kranken Rufe
Doch der Junge, starr vor Angst
hält die Waffe in der Hand
Längst vorbei ist die Liebe
die ihn an diesen Menschen band
Heute wird sich alles ändern
das weiß der Junge ganz allein
Heute bin nicht ich der schreit
doch es wird mein Vater sein.
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