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"Autor"

allein..

Nutzer: Gast_InocentAngel
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geschrieben am: 07.05.2002    um 20:40 Uhr   

Unter tausenden von Menschen
und doch allein.
Ein Mann streift meine Schulter,
keine Entschuldigung, keine Beachtung.
Ist ignorieren auch so etwas wie: zur kenntnis nehmen?
Er geht weiter, verschwindet in der Masse, wird wieder Teil von ihr.
Ich versuche mich zu orientieren, wo muss ich hin?
"Könnte mir jemand helfen?", frage ich zaghaft.
Keine Antwort.
Ein Kind hat seinen Lolli verloren, eine Frau zermalmt diesen mit ihrem Pfennigabsatz.
Ich hatte "Halt!" gerufen, wohl aber nicht laut genug.
Das Kind beginnt zu weinen, die Mutter zerrt es weiter.
Ich hätte es gerne getröstet, aber nun ist es schon wieder meinem Blickfeld entschwunden.
Einer jungen Frau ist die Handtasche zu Boden gefallen im dichten Gedränge.
Lippenstift, Taschenspiegel, Terminplaner.. der gesamte ehemalige Inhalt kullert auf der Straße umher.
Ich gehe auf sie zu, will ihr helfen, doch sie hat ihre sieben Sachen schon zusammengerafft, notdürftigt wieder in der Tasche verstaut, sie umgehängt und eilt so schnell wie sie kann weiter.
Alle versuchen so schnell wie möglich voran zu kommen, weg, weg - nur nicht stehenbleiben, nur nicht auffallen, keine Emotionen zeigen, keine Zeit verlieren.
Ich bin hier fehl am Platz.

Allein, obwohl doch tausende von Menschen um mich sind.
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