| "Autor" |
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geschrieben am: 23.06.2002 um 18:05 Uhr
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ich ziehe alle vorhänge zu
da wird es dunkel
ich zünde eine kerze an
das kleine licht ist hell genug
die klingel stell ich ab
stell auch ab das telefon
nun ist die welt draußen
aus meinem heim
nun bin ich ganz allein mit mir
ich brauche keinen spiegel
um hineinzuschauen
in mich selbst, so gut ich kann
bist du zufrieden
lange überlege ich, dann sag ich
ja
ist noch eine rechnung offen
lange überlege ich, dann sag ich
es sind noch viele rechnungen offen
ich schau ins warme licht und sinne
die guten und die schlechten zeiten
ich halt dabei nicht inne
oft habe ich mich schuldig gemacht
es läßt sich nicht mehr wenden
ich habe auch gutes getan
warum soll ich es leugnen
wo die waage steht, kann ich
nicht ermessen
ich habe keine angst mehr vor
dem tod
er kann kommen, wann er es will
aber
ich habe rechnungen offen
und hör bis zum schluß nicht
auf zu hoffen
ich blase aus das licht und
öffne weit die fenster
dann setz ich mich an meinen tisch
und schreite fort
stück für stück
an meine arbeit, die zu tun ist
schädlich ist das grübeln
bewegt es sich im kreis
schwach sein ist ganz leicht
als wollüstiges selbstmitleid
der wahre sinn ist und bleibt
das handeln
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