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Ein Zeichen der Liebe - nochmal für die liebe sis

Nutzer: venus999
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geschrieben am: 27.07.2002    um 23:47 Uhr   
Ein Zeichen seiner Liebe

Es kam mir nie in den Sinn, dass unsere Flugtickets für mich hin und zurück und für Don nur einfach waren. Wir befanden uns auf dem Weg nach Houston zur Herzchirurgie. Es war Dons dritte Operation, aber ansonsten war er gesund und robust und erst 61 Jahre alt. Sein Arzt war davon überzeugt, dass er diesen Herzklappenaustausch gut überstehen würde. Andere hatten zwei oder mehrere Operationen überlebt. Don würde das auch schaffen.

Der Tag der Operation kam. Ein sehr langer Tag. Nach sechs Stunden im OP kam der Arzt heraus und sagte mir, dass sie es nicht schafften, Don von der Herz-Lungen-Maschine abzunehmen. Sein Herz würde nicht wieder einsetzen. Ein Schrittmacher für die linke Herzklappe wurde eingesetzt. Nach zwei Tagen musste dieser implantierte Schrittmacher wieder entfernt werden. Er blieb fünf Tage lang im Koma und erhielt jede denkbare Überlebenshilfe. An dem Morgen, als die Ärzte ihre Köpfe schüttelten und sagten, dass es so aussähe, als würden wir die Schlacht verlieren, kam ich zur gewohnten Zeit, hielt seine Hand und sagte ihm, wie sehr ich ihn liebte und dass ich wüsste, dass er sich darum bemühte zurückzukehren, doch dass ich ihn freigeben musste, so dass er das tun konnte, was immer er tun musste. »Ich werde dich immer lieben«, sagte ich. »Ich möchte, dass du weißt, dass ich zurechtkommen werde, wenn du gehen musst.« In der Nacht starb er.

Zurück nach Hause nach Denver - mein sich liebevoll sorgender Bruder begleitete mich. Meine Kinder kamen zur Beerdigung und boten mir lieb großartige Unterstützung an. Ich war immer noch komplett orientierungslos. Ich hatte Don wieder gefunden, nachdem ich mich 30 Jahre zuvor auf dem College von ihm getrennt hatte. Jeder von uns hatte sein eigenes Leben geführt, ich in Houston, Don in Denver. Ich war geschieden, und als ich auf einen Brief und ein Foto von diesem Freund aus der Collegezeit stieß, verspürte ich den Wunsch, ihm zu schreiben. Ein »Hallo nach 30 Jahren«. Ich fand seinen Namen im Telefonbuch von Denver und schickte den Brief ab. Ich war gespannt. Er antwortete. Er teilte mir mit, dass seine Frau gerade gestorben sei, zwei Monate bevor mein Brief kam. Wir korrespondierten und beschlossen schließlich, uns wieder zu treffen. Wir verliebten uns auf dieselbe leichte, angenehme Art, wie wir es schon vor so vielen Jahren getan hatten. Wir heirateten im April, zwei Jahre nach unserem Wiedersehen. Ich zog nach Denver. Wir verbrachten sechs ruhige, wunderbare Jahre zusammen. Wir hatten damit gerechnet, dass uns viel, viel mehr Zeit bleiben würde.

Einen Tag vor der Beerdigung saß ich auf der Veranda hinten zum Garten hinaus und fühlte mich so, als wäre mein Leben auch vorbei. Mehr als alles andere sehnte ich mich nach der Gewissheit, dass mit Don jetzt alles in Ordnung war, dass er keine Schmerzen mehr hatte und in Frieden ruhte und dass sein Geist immer in der Nähe sein würde. »Zeig es mir«, flehte ich. »Bitte, gib mir ein Zeichen.«

Don hatte in dem Sommer einen Rosenstrauch für mich gepflanzt, der jetzt gelbe Rosen tragen sollte. Er hatte mich immer seine »gelbe Rose aus Texas« genannt. Der Strauch enttäuschte insoweit, als er in drei Monaten nicht eine einzige Knospe hervorgebracht hatte. Nun fiel mein starrer Blick auf diesen Rosenstrauch. Verwirrt und meinen Augen nicht trauend, stand ich auf und ging näher heran, um besser sehen zu können. Einer der Stiele hatte viele vollkommene Knospen, die sich gerade öffneten. Es waren sechs vollkommene gelbe Knospen, eine für jedes Jahr unseres Zusammenseins. Tränen schossen mir in die Augen, als ich »Dankeschön« flüsterte. Eine vollkommene gelbe Rosenknospe lag am nächsten Tag bei seiner Beerdigung in Dons Hand.

Patricia Forbes


Geändert am 27.07.2002 um 23:53 Uhr von venus999
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geschrieben am: 29.07.2002    um 22:07 Uhr   
achja,quelle vergessen

irgendwas mit "Hühnersuppe für die Seele"

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