| "Autor" |
Fischelbach am Brandweiher |
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geschrieben am: 26.02.2003 um 20:49 Uhr
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In einer Nebengasse finde ich endlich eine Gastwirtschaft. Das Schild verkündet: "...wo man sich wohlfühlt."
Hier scheint man Strom zu sparen, ich tappe durch einen dunklen Gang, und betrete eine kleine Gaststube.
Ich bin der erste Gast an diesem Abend.
Mein Wunsch nach einer Tasse Tee löst eine längere Suche nach den dazu benötigten Utensilien aus. Eine gewisse Zeit vergeht, bis sich Tasse und Untertasse gefunden haben. Die Zuckerdose, ihrem Aussehen nach aus dem Haushalt des Wirtes, bestätigt meinen Verdacht:
Tee wird hier das erstemal ausgeschenkt.
Nach und nach bekommt der Wirt Gesellschaft, es treffen die Stammgäste, Burschen unter dreissig, ein.
Einer stellt den Fernseher im Eck an, Fussball. Der Wirt bringt allen ein Bier, auch Zigaretten.
Ich vertiefe mich in meine Zeitung, bis die Wirtin bzw. Kellnerin kommt. Ihr merkwürdiges Verhalten beunruhigt mich sehr, fasziniert beobachte ich sie.
Ihre Hände zucken zur Stirn, sie knetet sie mit den Fingern, dann wieder wiegt sie wie zweifelnd den Kopf. Ihre Hände sinken, zucken dann wieder mit einer Zigarete hoch.
Sie raucht und schüttelt dabei ihren Kopf, als wäre da eine lästige Fliege, die zu verscheuchen wäre. Dann blickt sie zum Zapfhahn, macht kurz ein zufriedenes Gesicht, zieht an der Zigarette, schüttelt gleich wieder den Kopf und zwinkert nun wie irritiert mit den Augen.
In dieser Manier füllt sie so nach und nach die Biergläser. Sogar Cola schenkt sie so ein.
Ich hab das Interesse an meiner Zeitung verloren, ich möchte meine Reise fortsetzen.
Als der Weg sie an mir vorbeiführt, bitte ich sie um die Rechnung.
Ihre Stimme ist überraschend weich und hell. Ohne Dialekt erkundigt sie sich, was ich getrunken hätte. Ich gebe ihr einen Schein, sie begibt sich hinter den Holztresen und bringt mir Wechselgeld.
Der Vorraum ist nun hell beleuchtet. Während ich ins Freie trete, es ist schon dämmrig, fällt mein Auge wieder auf das Schild. "... wo man sich wohlfühlt".
Wie wahr, wie seltsam.
Auf dem Weg zu meinem Auto höre ich einen Bach, und geh die paar Schritte zum Steg.
Ich entdecke die Stille des Dorfes und lausche den Geräuschen des Baches.
Er plaudert, gluckert und gluckst.
Ich denke an das unterdrückte Kichern einer Mädchenklasse. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2003 um 17:35 Uhr
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| hmm....wird das eine Geschichte? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2003 um 21:26 Uhr
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[i]todtraurig, masslos enttäuscht, total am Boden[/i]
Lol, die ist fertig!
Das war eine Skizze von einer kurzen Zeitspanne, die sehr erholsam, aber total paradox war, auf einer etwas stressigen Reise nach Belgien.
Ich hab die damals im Auto geschrieben, bevor ich mich in den Schlafsack gewickelt hatte.
Was diese junge Wirtin hatte, hab ich nie erfahren. Die war total steil.
Geändert am 27.02.2003 um 21:26 Uhr von zabia |
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