| "Autor" |
Wache |
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geschrieben am: 17.04.2003 um 11:33 Uhr
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Der silbrige Mond
beleuchtet die Gruft,
in der ich wache.
Die Schwärze der Nacht
umhüllt die Särge,
die ich beschütze.
Der Schmerz des Verlustes
hält gefangen das Herz,
das schon lange zerbrach.
Ich sitze hier
und wache,
be-wache!
Ich sitze hier
und weine,
be-weine!
Ich sitze hier
und träume,
ver-träume!
Mein Leben,
meine Liebe,
meinen Schmerz.
Ich bin gefangen,
im Käfig meiner Seele.
Stacheldrähte aus Leiden
lassen Flucht nicht zu.
Die Hoffnung verloren!
Verzweifelte Resignation!
Mir bleibt nichts mehr zu tun
als zu wachen!
Wachen um die Menschen,
die ich liebte.
Wachen um die Menschen,
die ich verlor.
Wachen um die Erinnerungen,
die meine Seele quälen.
Für immer!
Ich hab
die Hoffnung verloren,
die Wege verbaut.
Hab mich aufgegeben
und dem Leben misstraut.
Das Leben,
die Liebe,
die ich brauche,
die gibt es nicht,
und so kann ich nur noch wachen.
Die körperlosen Seelen,
die man Erinnerung nennt
beschützen.
Ich werde sie hüten
wie einen Schatz.
Werde sie niemals gehen lassen können.
Ich halte sie gefangen,
wie sie mich gefangen halten.
Sie sind alles was ich noch habe,
sie sind der Schmerz,
der mich spüren lässt
dass ich noch lebe!!! Geändert am 17.04.2003 um 11:34 Uhr von Angeldust |
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