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die fremde |
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geschrieben am: 02.08.2003 um 21:23 Uhr
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Die Fremde
Du standest an der Klippe.
Ich beobachtete dich aus der ferne.
In deinem Gesicht sah ich Tränen.
Deine Augen strahlten allerdings
Ein glück aus,
das glück der Erlösung.
Ich fragte mich ob du schon Tod bist.
Dein Körper zitterte
Er war nur bedeckt von einem kleid
Und der wind stürmte
durch deine langen schwarzen haare
ich wollte dich nicht davon abhalten
zu springen, nein.
Du sahst zu entschlossen aus dein glück zu finden,
dein glück in einem neuen leben.
Der Moment war da,
du gingst einen schritt zurück
und blicktest noch einmal hinter dich.
Du hast mich entdeckt
Kamst auf mich zu.
Fragtest mich ob ich mit dir springen möchte,
nein ich wollte nicht.
Ich wollte nur zu sehn
wie dieser zerbrechliche Körper
seinen weg in eine bessere Welt machen würde.
Du sahst mich an und zeigte Verständnis
gingst zurück zur Klippe,
ich folgte dir bis an den Rand
nur zu gern wollte ich sehn wie du
in ein neues leben flüchtest
du sprangst ich spürte ein Gefühl des Neides in mir.
Zu gern wäre ich doch mit in diese Welt gegangen.
Als dein Körper scheinbar an der Klippe zersprang
Genoss ich den Anblick,
den mir dein blut bot
es mischte sich mit dem kalten schäumenden
Salzwasser.
Ich beschloss zu dir hinab zukommen
Aber nicht auf deinem Wege, nein.
Ich kletterte die Klippe hinab
Du sahst friedlich aus,
in deinem Gesicht sah ich Erlösung.
Ich küsste dich auf die Stirn
und merkte mir die stelle an der du lagst
Am nächsten tag kam ich mit einem boot zu dir.
Mit aller kraft zog ich dich hinein.
Dein Gesicht war blau und kalt.
Deine haare rochen nach Seewasser.
Ich brachte dich zu mir nach hause.
Unter dem Baum wo ich schon mein Kind begrub solltest
Du frieden finden,
frieden den du brauchtest.
Ich grub dir ein loch in Kreuzform
Ich legte dich hinein.
Deinen Körper bedeckte ich mit Rosenblättern.
Ich hatte keine scheu vor dir.
Du warst eine von mir,
eine schlaflose Seele
auf der suche
nach dem Tod und einem besseren leben.
Du fandest ihn in meinem garten, unter der alten Weide
Die Nacht verbrachte ich an deinem offenem grabe
Ich redete mit dir.
Es war als wärst du bei mir streicheltest meine Seele.
Ich beschloss dir jetzt deinen frieden
auf immer zu geben
und bedeckte deine Ruhestätte mit erde.
Ich sehnte mich nach dir schöne fremde.
Ich kannte dich nicht
und fühlte mich trotzdem wohl bei dir,
dein Tod gab mir Hoffnung.
Hoffnung darauf auch einmal frieden finden würde.
Doch ich lebe noch.
Eine schlaflose einsame Seele.
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