| "Autor" |
schlachtvieh |
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geschrieben am: 16.11.2003 um 17:08 Uhr
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die einsamkeit ist mein einzig wahrer freund,
doch ich bin ihrer anwesenheit müde geworden.
darum zog ich hinaus in die weite welt,
auf der suche nach dem was ich bereits der einsamkeit entzog.
jetzt hab ich euch gefunden und ihr seid mir ein gefundenes fressen.
so viel an der zahl und kein ende in sicht.
ich bin immer da und ihr bemerkt mich nicht mal.
ich scheine wie ihr und doch bin ich anders.
wenn ihr mich sucht verberge ich mich,
doch such ich euch seid ihr mir ausgeliefert.
ich quetsche euch aus wie eine zitrone.
ihr haltet euch für so mächtig und wichtig,
doch die kleinste ameise schwächt euch so sehr, dass ihr froh sein werdet noch atmen zu können.
ihr seid wie vieh, das darauf wartet ausgenommen zu werden.
eure seelen sind meine luft. ihr glaubt mich zu überleben?
so lange wie es euch gibt, wird es auch mich geben.
ein ständiger begleiter.
ihr glaubt ihr seid meine freunde?
ich bin genauso wenig euer freund wie ihr meine.
ihr merkt nur nicht, dass ich euch etwas vorgaukle, damit ich an das komme, das ich will. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.11.2003 um 17:43 Uhr
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jahre lang habt ihr mich getreten und ich hielt still.
jetzt bin ich groß geworden und ihr könnt mich weiter und noch fester treten, doch eure tritte kommen mir vor wie mückenstiche im gedanken, was ihr anschließend noch haben werdet.
wie ein wilder wolf werde ich mich auf die weidende herde stürzen und eins nach dem anderen reißen.
zum geächteten machtet ihr mich,
und das soll ist weit über das maß.
ihr müsst euch nicht wundern, dass amokläufer menschen töten, denn es werden keine geboren.
doch habt ihr pech, ich bin nicht so labil.
ihr werdet mich ertragen müssen. |
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