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"Autor"

Allgegenwärtige Depression

Nutzer: Spacerunner1
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geschrieben am: 27.08.2004    um 12:57 Uhr   
Wer ab und zu mal depressiv ist, kann die untenstehenden Gedichte gut deuten und weiß worum's geht...


Nummer 1:

Narr des Lebens gib mich frei...
Suche nicht der Vergangenheit...
Vergelte nicht der Zukunft...
Entsage mir den harten Weg...
Wage nicht der Eisamkeit...
Gedenke nicht der Zuflucht...
Narr des Lebens gib mich frei...

Nummer 2:

Kritik

Mein Kopf steht nicht mehr still,
obwohl mein Hirn so leer wirkt...
Von allen Seiten hagelt es auf mich ein,
immer wieder diese Kritik...

Permanent die Sorge Fehler zu machen.
Permanent mache ich diese auch.
Kann mich selbst nicht mehr sehen,
immer wieder diese Kritik...

Alle stehen mit dem Rücken zu mir,
selbst ich wende mich von mir ab.
Keine Gedanke ohne diese Angst,
immer wieder diese Kritik...

Sehe kein Licht am Ende,
immer wieder gibt mich jemand auf,
immer wieder will ich gehen,
immer wieder die Kritik.

Nummer 3:

Ich sitze hier Tag ein Tag aus,
versuche zu verdrängen,
ziehe mich immer mehr zurück.
Wer kennt noch meinen Namen?
Die Dunkelheit wird mir zum Freund,
der beste Freund. Er schenkt mir Stille.
Kann es so weitergehn?
Die Außenwelt wurd mir zum Feind
schon vor langer Zeit.
Hass dominiert mein Gedankenbild.
Das Glück ist greifbar nah,
doch sehe ich es nicht.
Zweifel plagen mich und Angst,
die Erinnerung schmerzt unaufhörlich.
Handlungsunfähig vegetiere ich dahin,
doch das Vergessen lockt.
Auf der Suche nach dem Ausweg,
kam mir einer grade recht.
So einfach scheint's zu sein,
doch die Angst nimmt mir den Mut
selbst zu dieser feigen Lösung.
Wer weiß schon was die Zukunft bringt?
Vielleicht schon bald, vielleicht irgendwann,
rettet mich der blasse Hoffnungsschimmer.
Die Zeit verrinnt unaufhaltsam
und nicht zu meinen Gunsten.
Ich komme keinen Schritt voran.
Es bleibt nicht ewig Zeit in meinem Menschendasein
und ich bin dem Verfall schon zu lange Untertan.
Der Ausweg ist unerreichbar weit entfernt,
ich kann ihn weder sehen noch erahnen.
Es wird immer dunkler und dunkler um mich herum.
Bald ist es zappenduster...
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