| "Autor" |
Du sollst dir kein Bildnis der Liebe machen ! |
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2005 um 21:44 Uhr
|
|
Ein Tagebucheintrag zum Wesen der Liebe.
Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am wenigsten sagen können wie er ist. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen in allen seine möglichen Entwicklungen und Entfaltungen zu folgen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste uns das lange bekannte. Vieles sieht er mit neuen Augen wie zum ersten mal. Die Liebe befreit aus jedem Rahmen. Das ist das Erregenden, das Spannende, das wir mit den Menschen die wir lieben nicht fertig werden, weil wir sie lieben.
Die Meinung, dass wir den andere kennen, ist das Ende der Liebe. In dem Moment indem wir sagen wir kennen den anderen kündigen wir ihm die Bereitschaft ihm in seine Entwicklungen zufolgen. Im Grunde geben verlieren wir die Kraft dazu.
Man hört dann oft: "Du bist nicht, wofür ich dich gehalten habe."
ABER, wofür hat man sich dann gehalten ??
Für ein Geheimsnis, das der Mensch ja ist, ein erregendes Rätsel, das zu lösen wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis des gegenüber. Das ist das Ende der Liebe. Der Verrat an sich und seinem Gegenüber. (c) Copyright 6.9.2005 Peter Freitag (<--- Das bin ich )
Geändert am 11.03.2005 um 12:37 Uhr von Seelenklempner |
|
|
|
|
|
|
Top
|