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Wildmoser im Knast! |
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geschrieben am: 09.03.2004 um 20:40 Uhr
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München - Unglaubliche Bestechungs-Vorwürfe erschüttern den deutschen Fußball.
Am Dienstagmorgen sind Karl-Heinz Wildmoser und sein gleichnamiger Sohn, Präsident und Geschäftsführer des TSV München 1860, von der Münchner Polizei vorläufig festgenommen worden.
Der Verdacht: Untreue, Bestechung und Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit dem Stadion-Neubau in München-Fröttmaning.
Wildmoser in U-Haft
Wildmoser senior musste die Nacht in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim verbringen, da erhebliche Flucht- und Verdunkelungsgefahr bestehen soll. Sein Anwalt Guido Kambli bestritt im DSF allerdings jegliche strafbare Handlung seines Mandanten:
"Ich gehe davon aus, dass ziemlich schnell klar werden wird, dass er sich strafrechtlich nichts vorzuwerfen hat", sagte Kambli in der Sendung "Bundesliga Aktuell". Er sei sich sicher, dass sein Mandant unschuldig inhaftiert worden sei.
FC Bayern prüft Anzeige
"Wir prüfen, ob wir auch Anzeige erstatten", sagte Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern, dem Berliner Tagesspiegel. Möglich wären dabei Klagen gegen Wildmoser und seinen Sohn Karl-Heinz Wildmoser junior.
Er ist Geschäftsführer der Münchner Stadiongesellschaft, der auch der FCB angehört. Hoeneß erklärte zudem, dass der FC Bayern auch eine Anzeige gegen die Baufirma erwäge.
Ein Geständnis
Der Chef der Staatsanwaltschaft München I, Christian Schmidt-Sommerfeldt, erklärte der ARD: "Einer der wesentlichen Beschuldigten, einer der Strohmänner, hat bereits gestanden und damit unsere Tatverdachte erhärtet."
Damit meinte er aber keinen der Wildmosers. "Sie müssen bei einer Veurteilung mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe rechnen. Auch die Verantwortlichen der österreichischen Firma werden wegen aktiver Bestechung angeklagt", sagte Schmidt-Sommerfeldt.
Zahlreiche Vorwürfe
"Es geht um Bestechlichkeit, Untreue, Steuerhinterziehung und eben um Schmiergeldzahlungen. Gegen die beiden Herren Wildmoser wurde ein Korruptionsverfahren eingeleitet und Haftbefehl beantragt", erklärte Detlef Puchelt, Sprecher des bayrischen Landeskriminalamtes, auf Nachfrage von Sport1.
Die Ermittlungen rund um den Bau des neuen Münchner Fußballstadions "Allianz Arena" liefen bereits seit Ende letzten Jahres. Die Schmiergeld-Affäre flog auf, als Steuerfahnder eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei der österreichischen Baufirma "Alpine" vornahmen.
Dort wurden Unterlagen über eine Zahlung von mehr als 2,8 Millionen Euro für "Beratertätigkeiten" an die Wildmosers entdeckt. Die Firma leitet ein Schulfreund von Karl-Heinz Wildmoser junior.
Weitergabe von Informationen
Wildmoser soll geheime Informationen aus der Ausschreibung des Stadion-Baus an die österreichische Baufirma weitergegeben haben. Unter anderem die Maximalsumme von ca. 280 Millionen Euro, welche das Stadion-Konsortium genehmigen würde.
Die Österreicher reichten dieses Angebot ein, worauf sie den Zuschlag erhielten. Für ihre Insider-Informationen sollen die Wildmosers nach Angaben von Schmidt-Sommerfeldt das "Schmiergeld" erhalten haben.
[rot]und sowas im profifußball .. schade , echt schade
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