| "Autor" |
Disko |
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geschrieben am: 25.06.2001 um 18:14 Uhr
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Sich in einer industriell, Plattenbauweise hergestellten Halle zu dröhnender Musik, mit viel Barcadi-Cola
und Marlboro-Light die Kante geben. Das ist das, was der typische deutsche Jugendliche will. Oder?
1. Der Parkplatz - oder: "tiefer, härter, breiter, schneller, Spoiler"
Auf dem Parkplatz: Golf an Golf, tiefer und tiefer, breiter und breiter, dazwischen Familenkombis von Papi
inklusive "Phantasialand Köln" Aufkleber. Ab und zu ein aufgemotztes japanisches Nissan-Auslaufmodel
neben dem obligatorischen Quotentrabant mit getönten Scheiben, dunkel getönten Fahrer und seiner
hellgetönten Pudelfreundin
2. Der Eingang - oder: "Mit Turnschuhen kommst du trotzdem rein"
Am Eingang muskelbepackte Biezepsaufbaupräperatebomber die sich nicht ins UV-Licht trauen weil ihre
Nasen ansonsten die Farbe der absoluten Unschuld hätten.
3. Die Location - oder: "Wie man Leute in Bewegung hält"
Enge Gänge die es nahezu unmöglich machen jemanden nicht auf den Fuß zu treten und dann ein nettes
"HAST DU EIN PROBLEM" an den Kopf geschmissen zu bekommen. Stühle und Barhocker die so
unbequem sind das man nach ner halben Stunde extrem Rückenschmerzen bekommt und somit
gezwungen ist alle Nase lang planlos durch die Gegend zu rennen. Treppen und Podeste die eine
"STOLPER UND AUF DIE FRESSE FALL QUOTE" von mindestens 10/1000 haben und somit zur
Unterhaltung der übrigen Gäste beitragen. Eine Lichtanlage die jeden Winkel der Halle mit der Idensität
eines Polizeisuchscheinwerfers perfekt ausleuchten kann.
4. Gäste - oder: "Wie setze ich mich gekonnt in Szene"
Männer in Einheitskluft (WSBJYBS = white shirt, blue jeans, yello buffas) die mit Bier in der Hand
rhythmisch zu narkotischen Trancehymnen von Scooter wippen. "I like to be a real Hip-Hopper"
-Verschnitte die mit unbeholfenen Eastcoast Westcost Behaviour versuchen sich und ihre Mittelmaßkörper
in Szene zu setzen, dabei aber völlig den Rhythmus vergessen und über die eigenen Hosenbeine stolpern.
Discohasen die sich am Geländer räkeln und mit gekonnt positionierten Tempotaschentüchern
"Möchtegern Businessmen" die letzten Scheine und Tanztabletten aus der Tasche ziehen. Schlaksige
Abiturienten die oben genannten Hasen in den Ausschnitt schauen und dabei nervös an der noch schnell
gekauften Marlboro-Light nuckeln. Bauerntrampel die Gummistiefel gegen schwarze Dockershoes
getauscht, dummerweise aber die gute Kinderstube daheim gelassen haben. Teenies die mit
Schmachtblicken jeden Typen der nach Stadt und Scheinen aussieht kichernd beobachten während sie
mit der besten Freundin an der zusammen fürs letzte Taschengeld erstandene Barcadi-Cola nippen.
"Tanzende" Leute die sich mit dem Rhythmus eines toten Waschbären bewegen und den
Gesichtsausdruck vom Klo mitbringen, den sie hatten als Sie selbiges sahen.
5. Personal - oder: "Für Trinkgeld mache ich alles"
Dazwischen Barpersonal das volle Aschenbecher leert und dafür sorgt das auf den tischen immer noch
Platz für ein Bier oder zwei drei Barcadi-Cola bleibt. Gogotänzerinnen und Tänzer die beim sich selber
betrachten und befummeln einen Orgasmus und/oder Herzinfarkt bekommen.
6. Schluß, Aus, Vorbei - oder: "Das nächste mal große Schaumparty!!!"
Zum Schluß der Hinweis auf kitschigen Leuchttafeln und billig wirkenden Flyern wann das nächste mal zum
"Tanz" gebeten wird.
Abschließende Worte: "Was darf Satire? - Alles!" (Kurt Tucholsky) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.06.2001 um 18:28 Uhr
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echt gut  |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.06.2001 um 20:22 Uhr
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ihr sollt euch doch wiedererkennen...... |
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