| "Autor" |
Männer in Alltagssituationen |
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geschrieben am: 30.12.2001 um 19:29 Uhr
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Wie Männer Alltagsituationen bewältigen
Fallbeispiel: Schnittwunde
Männer und Frauen neigen dazu, in alltäglichen Situationen recht unterschiedlich zu reagieren.
Hier sehen wir das am Beispiel der Situation, frau/man hat sich in den Finger geschnitten.
Frauen:
denken "aua" stecken den Finger in den Mund, damit das Blut nicht durch die Gegend tropft
nehmen mit der anderen Hand ein Pflaster aus der Packung, kleben es drauf und machen
weiter
Männer:
schreien "Scheisse"
strecken die Hand weit von sich sehen in die andere Richtung, weil sie kein Blut sehen können
rufen nach Hilfe derweil bildet sich ein unübersehbarer Fleck auf dem Teppichboden .
müssen sich erst mal setzen, weil ihnen auf einmal so komisch wird und hinterlassen dabei eine
Spur wie bei einer Schnitzeljagd erklären der zu Hilfe Eilenden mit schmerzverzerrter Stimme,
sie hätten sich beinahe die Hand amputiert weisen das angebotene Pflaster zurück, weil sie
der festen Überzeugung sind, daß es für die groß Wunde viel zu klein sei schlagen heimlich im
Gesundheitsbuch nach, wieviel Blutverlust ein durchschnittlicher Erwachsener überleben kann,
während sie in der Apotheke große Pflaster kauft lassen sich mit heldenhaft tapferem
Gesichtsausdruck das Pflaster aufkleben
wollen zum Abendessen ein großes Steak haben, um die Neubildung der roten Blutkörperchen
zu beschleunigen lagern vorsichtshalber die Füße hoch, während sie schnell mal das Fleisch für
ihn brät
verlangen dringend nach ein paar Bierchen gegen die Schmerzen
heben das Pflaster an, um zu sehen, ob es noch blutet, während sie zur Tankstelle fährt und
Bier holt drücken solange an der Wunde rum, bis sie wieder blutet
machen ihr Vorwürfe, sie hätte das Pflaster nicht fest genug geklebt wimmern unterdrückt,
wenn sie vorsichtig das alte Pflaster ablöst und ein neues draufklebt können aufgrund dieser
Verletzung diesen Abend leider nicht mit ihr Tennis spielen und trösten sich statt dessen mit
dem Europapokalspiel, das ganz zufällig gerade im Fernsehen läuft sie bemüht sich derweil um
die Flecken im Teppich
schleichen sich nachts in regelmäßigen Abständen aus dem Bett, um im Bad nach dem
verdächtigen roten Streifen zu forschen, der eine Blutvergiftung bedeutet und sind demzufolge
am nächsten Tag völlig übernächtigt und übellaunig nehmen sich vormittags zwei Stunden frei
für einen Arztbesuch, um sich nur zur Sicherheit bestätigen zu lassen, daß sie wirklich keine
Blutvergiftung haben klauen nachmittags aus dem Notfallpack im Aufenthaltsraum der Firma
eine Mullbinde, lassen die blonde Sekretärin die Hand bandagieren und genießen ihr Mitgefühl
dermaßen aufgebaut gehen sie abends zum Stammtisch und erzählen großspurig, daß die
"Kleinigkeit" wirklich nicht der Rede wert wäre. |
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