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Gedichte von MadSoul

Nutzer: MadSoul
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geschrieben am: 07.06.2011    um 23:42 Uhr   
Hallo meine Lieben!

So der Einfachheit halber und da ja wohl noch hoffentlich ein paar Gedichte von mir folgen werden, habe ich mir erlaubt eine allgemeinere Kategorie zu eröffnen. Ich hoffe das ist im Sinne des Erfinders (so wird das Forum hier auch nicht unnötig von mir zugemüllt!).

In diesem Sinne möchte ich natürlich jeden gerne dazu einladen, die von mir eingestellten Gedichte zu kommentieren und kritisieren. Ich beantworte zudem gerne Fragen zu Verständnis, Interpretation und falls gefordert sogar zu meiner Person.

Wie auch immer ich freue mich auf Rückmeldung.

Liebe Grüße

Mad
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

Die Stadt der Träumenden Bücher, Piper Verlag 2006, S. 325
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geschrieben am: 07.06.2011    um 23:42 Uhr   
In Erinnerung an eine Nacht

Die Lider weit offen,
Halb drei in der Nacht,
Sekunden geschlafen
Und wieder erwacht.

Die Lippen suchen,
Auch wenn sie nicht sollen.
Doch finden sie schließlich,
Das was sie wollen.

Die Sterne verblassen,
Jed’ Blümlein vergeht,
Weil jegliche Schönheit
Dir im Schatten steht.

Hände wie Flammen.
Berührungen glühen.
Die Lust sie erfasst uns,
Ohne Bemühen.

Schließ’ ich kurz die Augen
Und lasse mich fall’n,
War’n diese Momente
Die schönsten von all’n.

Wir seufzen lüstern.
Es kreisen Gedanken,
Wie wir liebestrunken
Und trunken schwanken.

Hormone beschwingen
Den Körper im Nu.
Die Droge berauscht mich
Egal was ich tu.

Umschlungen, vereint,
Der Puls geht gemeinsam.
Des Nachts nie alleine,
Am Tage einsam.

Du bist meine Muse,
Zu mir gekommen,
Als meine Gedanken
Vom Rausche benommen.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 07.06.2011    um 23:43 Uhr   
What I want to be…

I want to be your pillow
When you come home after a bad day
I want to be your colour
When all your feelings turn to gray

I want to be your star
When your thoughts travelling through the sky
I want to be your hanky
When it ever feels that you could cry

I want to be your honey
When there is a bitter tea of life
I want to be your healing
When you cut yourself with a sharp knife

I want to be your sun
When your body ‘s cold and need some heat
I want to be your rest
When there is no more blood to bleed
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 07.06.2011    um 23:43 Uhr   
Rausch

Disco, Tanz, Festivität.
Jugend muss sich profilieren.
Zwar wird es heut’ sicher spät,
Doch kein Grund sich zu genieren.

Zappelbude, Sex am Strand.
Faselt mit ’ner süßen Frau.
Ihr Freund klatscht dich an die Wand.
Dieser Fusel macht schnell blau.

Auf die Schnelle noch ein Bier.
Schneeballschlacht auf der Toilette.
„Bist du eig’ntlich öfter hier?“
Hätte, hätte Fahrradkette!

Stroboblitz trübt deine Sicht.
Wodka für den hohlen Zahn.
Willst du bleiben oder nicht?
Flieh’ aus diesem Discowahn!

Saurer Atem, Geist ist schal.
Du isst am morgen nur noch Brot,
Und dein Spiegelbild wird fahl,
Als Magen, zu versagen droht.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 07.11.2011    um 21:41 Uhr   
Tierheit

Höre, siehe was da komme,
Leis' im schwarzen Waldesflur.
Bete an die nächtlich’ Sonne,
Hör' das Schreien der Natur.

Siehe dort den bitt'ren Reigen
Aus gar grausig bösem Blick.
Wartend bevor sie sich zeigen,
Fordern sie ihr Gut zurück.

Und nun spürst du wie der Schauer
Sich in deinen Nacken legt
Hochgezog'ne Speziesmauer
Ist im Nu wie weggefegt.

Nun denk' was trennt den Menschen schon
Von dem Tiere in ihm drin?
Ob Wissenschaft, ob Religion,
Sinne, sie sind der Beginn.

Fühl' wie sie dich unterwerfen,
Mit Krall'n an dem Fleische zehr'n.
Kannst jetzt deine Nerven schärfen
Doch dich nicht mehr gegen wehr'n.

Und das Tier, das in uns lebte
Bricht über uns selbst herein.
Dies war was der Mensch erstrebte?
Wunderschönes Menschenschwein!
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 07.11.2011    um 21:42 Uhr   
Stern

Des Nachts hältst du mein Herz gefangen,
Du Stern, der fern nur schwer zu seh’n,
Mir funkelt in seinem Verlangen,
Mich einlädt in ihm zu vergeh’n.

Ich lasse die Gedanken fliegen,
Zum morgen und zum nächsten Tag,
Mit deiner Hilfe werd‘ ich siegen,
Mit deiner Hilfe bin ich stark.

Doch ich will immer noch mehr spüren,
Will auch dir nun Wärme geben,
Will deine Flammen heiß berühren,
Dass deine Feuer lodernd beben.

Lass‘ dich und mich uns sanft vereinen,
Wir wollen brennen wie noch nie,
All uns’re Freunde werden weinen,
Doch wir vergehen in Harmonie.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 20.11.2011    um 10:38 Uhr   

Hallo Madsoul [:

Ich komme direkt zum Punkt ... ^^
"In Erinnerung an eine Nacht" gefällt mir wahrlich am Besten.
Es erinnert mich an Glück. Irgendwie.
Kritik kann ich nicht viel üben, nur würde ich gern erwähnen...
Dass es absolut respektabel ist, ein englisches Gedicht zu schreiben.
Ich würde dich allerdings bitten beim Deutsch zu bleiben.
Du weißt so schön mit unserer Sprache umzugehen.
So sehr ich Englisch liebe, aber die englische Sprache ist der Lyrik leider nicht angemessen, finde ich.
Sicher ist es auch Geschmackssache.

Ich hab es gern gelesen.

Sonnentod.
ntz.ntz.ntz.
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geschrieben am: 04.12.2011    um 20:13 Uhr   
Wow! Erstmal vielen herzlichen Dank für die nett gewählten Worte ^^
Was das Englische angehst hast du wohl wahr und wahrhaftig recht. Allerdings finde ich nicht das Englisch soweit ungeeignet ist (schließlich ist sie die Sprache mit den meisten Vokabeln und somit vielleicht auch der größten Ausdrucksweise), allerdings ist es mit meiner fremdsprachlichen Wortgewandheit nicht weit her, wie es sich ahnen lässt.

"Du weißt so schön mit unserer Sprache umzugehen."

Wirklich sehr freundlich, ein schöneres Kompliment kann ich mir kaum ausmalen. ^^ Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit wieder mehr dazu kommen werde mich dem erdichten von Gedichten hinzugeben. Aber bis dahin, vielleicht mal was älteres *rumgrab*:

Wie oft…

Wie oft der Mensch doch schon erlebte,
Dass unter ihm die Erde bebte.
Wie oft wird dem Mensch bewusst
Hier gibt es nichts außer Verlust?

Wie oft sprach man vom Sinn des Lebens?
Und wie oft suchte man vergebens?
Wie oft war uns dies egal?
Wie oft eine rechte Qual?

Ich bin hier, doch wo soll ich hin?
Wer sieht im Leben einen Sinn?
Wie oft hört man heut diesen Satz?
Hier bin ich, doch wo ist mein Platz?

Bring nie den Berge zum Propheten,
Wenn dieser nicht darum gebeten.
Denn wie so oft hält sich das Danken,
In dieser kranken Zeit in Schranken.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 04.12.2011    um 20:14 Uhr   
Und weil ja die Weihnachtszeit vor der Haustüre liegt /weihna2/:

Winterwelt

Es ist gar diese Winterzeit,
Wenn Eis über den Straßen liegt .
Am Kamin sucht man Geborgenheit
Und wird warm in den Schlaf gewiegt.

Der Regen fällt in weißen Flocken
Und überzieht wie Puder gleich,
Um Kinder aus dem Haus zu locken,
Das wunderschöne Winterreich.

Nicht vergessen ist der Mann,
Der den Kindern Freude macht.
Ganz in rot kommt er bald an,
In eiskalter Dezembernacht.

Die Bösen kriegen Stein und Kohlen,
Die Guten Süßes oder Plunder,
Manche will er auch versohlen.
Oh, du schönes Weihnachtswunder.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 18.01.2012    um 11:40 Uhr   
So ich hab Ende letzten Jahres noch ein wenig geschrieben und komme nun endlich dazu es hierrein zu stellen. Ich würde mich über Rückmeldung und Kritik freuen, da ich denke, dass sie wohl nicht zu meinen besten Werken zählen mögen. Also wieder die Frage, was zu verbessern ist. Aber in erster Linie wünsche ich viel Spaß beim lesen:

Lebenslust im Bann der Welt

Versinke in der Nacht, die
In voller Pracht erwacht, sie
Verlacht Magie, denn sie hat Macht.
Sieh’ was sie mit dir macht!

In dieser dunklen Welt, die
Ein’ jedem Held gefällt, sie
Erhellt’s Genie, bevor es fällt.
Sieh’ wie sie sich verhält!

Gehe mit der Zeit, die
In Ewigkeit verweilt, sie
Befreit Manie, die wie nie schreit.
Bist nie zum Tod bereit!


Vogelfrei und Engelsgleich

Sieh’ nur wie sie sich erheben,
Tatkräftig Richtung Himmel streben,
Als gäb’s nichts Schöneres im Leben,
Als dort im Wolkenmeer zu schweben.

Sieh’ sie strecken ihre Glieder.
Der Wind rauscht wohlig durch’s Gefieder.
Sie stürmen hoch und rauschen nieder.
Zwar strengt es an, doch tun sie’s wieder.

Fühl’ wie du beginnst zu fragen,
Wovor sie flieh’n und was sie jagen.
Nichts zu verlieren, nichts zu wagen
Und nie ein Übel zu beklagen.

Spür’ du willst gen Himmel fliehen.
Dich weichem Boden hart entziehen.
An ihm warst du zwar gut gediehen,
Doch fühlt sich Glück an wie geliehen.

Spür’ den Wind, den bitterkalten,
Kein Boden um dich festzuhalten
Und schon sehnst du dich nach den alten
Wohlbekannten Lichtgestalten.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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  TopZuletzt geändert am: 23.06.2014 um 21:47 Uhr von MadSoul
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geschrieben am: 18.09.2012    um 12:31 Uhr   
Zu zweit vereint

Wenn deine Haut, so sanft und zart,
Sich ungestüm der meinen naht.
Wenn deine Lippen lüstern flüstern
Und bitten mich, dass ich dich küss’, dann
Ich mit dem Kuss dein Wort erstick’.
Genau in diesem Augenblick,
Wir uns’re Augenlieder schließen,
Wir uns’re Wollust still genießen.

Zu zweit vereint verharren wir,
Gemeinsam in dem Feuer hier,
Wirkt nicht entstellend und zerstörend
Viel mehr erhellend und betörend.
Wie weich dein Fleisch auf meinem liegt,
Sich weiter in Ekstase wiegt,
Wir fließen ineinander sachte
Und löschen, was uns einst entfachte.

Wie immer sehne ich ein Stück
Von diesem Augenblick zurück,
In dem um uns die ganze Welt
Aus ihren Angeln bricht und fällt.
Doch wir, nur uns’rer Lust ergeben,
Versteh’n kaum, dass wir sanft entschweben.
Und hinter uns stürzt alles ein,
Doch wir werden für immer sein.


"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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geschrieben am: 04.03.2014    um 17:19 Uhr   
So... Ich habe nach langer Zeit mal wieder was "zu Papier" gebracht. Merke selbst, dass ich ein wenig eingerostet bin, hoffe aber es findet trotzdem Anklang. Würde mich sehr über Kritik freuen.



Keine Rettung

Die Glieder schwer,
Der Atem rasselnd.
Sie kann nicht mehr.
Der Regen prasselnd.
Sie friert - in ihrem Kopf ein Stechen,
Die Lippen zittern, könn’ nicht sprechen.

Sie rannte Stunden
Tage Wochen.
Hab’ sie gefunden
Ganz gebrochen.
Sie lag da – zwischen Moos und Zweigen.
Verstand nicht, was die Augen zeigen.

Der Mond schreit Weiß,
Auf ihre Wunden.
Das Blut strömt heiß.
Hab' sie verbunden.
Sie weint – und ich verstehe nun,
Kann nichts gegen solch’ Schmerzen tun.
"Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst."

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  TopZuletzt geändert am: 09.03.2014 um 19:08 Uhr von MadSoul
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geschrieben am: 04.03.2014    um 21:48 Uhr   
Ein genialer Maler

Es war einmal ein Maler,
Der malt’ für ein paar Taler
Den Himmel blau, dann flammend rot.
Es war ein ganz genialer.

Und jeden Tag wie heute
Da standen viele Leute
Und starrten baff zum Himmel hoch,
Was diesen Mann sehr freute.

In gelb taucht’ er den Pinsel
Und ohne viel Gewinsel
Bringt er die Sonn’ ans Himmelszelt,
Wie auf ’ner heißen Insel.

Ja selbst bei schwerem Regen,
Da malte er verwegen
Ein’ jedem dann ein Lächeln auf
Und brachte ihnen Segen.

Und bald sagte er heiter:
„Ich male immer weiter!“
Er malte alles - Geld und Glück
Und ein Pferd samt Reiter.

Bis er dann alles hatte,
’ne Hochzeit samt Krawatte
Und ohn’ Bedauern sprach er dann:
„Das Malen hab’ ich satt – eh!“

Dem Himmel blieben Farben,
Doch den Menschen Narben.
Es kümmerte den Maler nicht,
Dass dort Hoffnungen starben.
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geschrieben am: 19.03.2014    um 22:40 Uhr   
Die Leere

Der leere Platz
Vorm erloschenen Kamin
Mit einem Satz
War Wärme hin
Sternenstaub schwebt
Als Aerosol
Die Spinne webt
Ein Netz

Der Wind weht
Durch die Leere
Er vergeht
In leichter Schwere
Ein übler Duft
Liegt kalt hier
Die feuchte Luft
Denkt nicht

Leere Fülle
Vor kurzem noch
War dort die Hülle
Und sie roch
Roch nach Früchten
Liebe, Hass
Sie flüchten
Für immer
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geschrieben am: 28.03.2014    um 11:59 Uhr   
das ist echt schön, geht irgendwie unerwartet tief und hat bei mir grad total viel ausgelöst
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Nutzer: MadSoul
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geschrieben am: 31.03.2014    um 22:03 Uhr   
Freue mich immer wenn ich mit meinen Texten jemanden erreichen kann =) Besonders, da das Gedicht recht untypisch für meinen Schreibstil ist. Schön, dass es etwas in dir ausgelöst hat, ich hoffe es konnte auch ein Stück weit dabei helfen.
Vielen Dank für dein Kommentar und beste Grüße.
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geschrieben am: 04.04.2014    um 17:30 Uhr   
es konnte auf jeden fall weiterhelfen. Danke für das Teilen hier = )
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"Autor"  
Nutzer: MadSoul
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geschrieben am: 24.04.2014    um 21:07 Uhr   
Die Zeit

Mal schleicht sie langsam,
Oder steht,
Mal fliegt sie, geht dahin.

Mal ist sie herrlich,
Wirklich schön,
Mal raubt sie meinen Sinn.

Mal hat man wirklich
Richtig viel,
Mal kriegt man nicht genug.

Mal ist man ehrlich
Zu sich selbst,
Mal ist es Selbstbetrug.

Die Zeit mein Feind,
Mein bester Freund,
Mein Retter in der Not,
Die Zeit zu nutzen
Ist was zählt
Man hat sie bis zum Tod.
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geschrieben am: 24.04.2014    um 21:30 Uhr   
Du und Ich

Des Tags, des Nachts,
Da träum ich oft,
Von dir und deinem Lachen,
Und hab mir schon
So oft erhofft,
Was wir für Sachen machen.

Im Morgen liegt
Es heute noch,
Mein Glück in deinen Händen
Und dennoch heut’
Leben wir doch,
Als ob wir Glück empfänden.

Denn Liebe ist
Was uns bewegt,
Die Liebe uns’res Lebens
Und ich weiß eins
Mit Sicherheit,
All dies war nicht vergebens.


Mich hat wohl die Muse geküsst ;) Kommentare sind wie immer gerne gesehen.
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  TopZuletzt geändert am: 24.04.2014 um 21:31 Uhr von MadSoul
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geschrieben am: 22.05.2014    um 21:44 Uhr   
Hmm habe vor kurzem mit ner Freundin, die auch recht viel schreibt ein kleines Spielchen angefangen. Wir nennen uns gegenseitig 7 Worte, der andere muss dann was dazu schreiben. Hier mal das letzte Gedicht, das dabei rumgekommen ist. Kritik und Kommentare wie immer erwünscht:

Teddy, willkürlich, Beton, Phantom, Motten, Strick, Karussell


Der Preis des Glücks

Wir sitzen auf dem Karussell
Aus Alltagsträumen und Schrapnell;
Wir sehen’s kaum, verharren stumm
Und trotzdem ist’s stets um uns ’rum.

Motten puppen in dem Schlunde,
Beton auf Gliedern und im Munde,
Weit gedehnte Kinderaugen,
Dein Herz pumpt Säuren, keine Laugen.

Der Teddy blickt so leer, wie wir
Und überall ist’s schlecht - nicht hier.
Willkürlich nimmst du dir das Leben,
Der Strick reisst – du bist glücklich – eben.

Phantom des Todes, Menschenherz,
Ein Glück gebaut auf and’rer Schmerz.
Sieh’ weg, sieh’ einfach gar nicht hin!
Genieß’ nur – sonst macht’s keinen Sinn!
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geschrieben am: 19.07.2014    um 21:38 Uhr   
Kein Mangel

Zuckerherz pumpt Karamell
Schnell – die Lippen suchen sachte,
Sündig was uns hier entfachte.
Engelsgleich blendet’s mich grell,
Doch seh’ ich ohne Augen – dich.

Ich koste diesen Tropfen Wein.
Schein ist es nicht, es ist zu wahr.
Die Lust perlt ab – wir sind so nah,
Ich saug’ dies alles in mich ein
Und halt’ es warm für dich.

Ein schwarzes Loch – Gravitation.
Schon scheinen wir zu verstehen,
Wir müssen glauben, was wir sehen:
Kein Mangel, sondern Perfektion!
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