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Das Eisenbahngleichnis |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 15:25 Uhr
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[i][schwarz]Ich weiß absolut nicht, ob ich diesen Beitrag ins Poesie stellen sollte oder nicht! Deswegen hab ich ihn jetzt ins Talk gestellt, weil ich euch auch noch ne Frage stelle und man ja schließlich darüber [b]diskutieren[/b] sollte!
Das Eisenbahngleichnis
Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit.
Wir sehen hinaus. Wir sahen genug.
Wir fahren alle im gleichen Zug. Und keiner weiß, wie weit.
Ein Nachbar schläft, ein andrer klagt, ein dritter redet viel.
Stationen werden angesagt.
Der Zug, der durch die Jahre jagt, kommt niemals an sein Ziel.
Wir packen aus. Wir packen ein. Wir finden keinen Sinn.
Wo werden wir wohl morgen sein? Der Schaffner schaut zur Tür herein und lächelt vor sich hin.
Auch er weiß nicht, wohin er will. Er schweigt und geht hinaus. Da heult die Zugsirene schrill! Der Zug fährt langsam und hält still. Die Toten steigen aus.
Ein Kind steigt aus. Die Mutter schreit. Die Toten stehen stumm am Bahnsteig der Vergangenheit.
Der Zug fährt weiter, er jagt durch die Zeit, und niemand weiß, warum.
Die I.Klasse ist fast leer. Ein feister Herr sitzt stolz im roten Plüsch und atmet schwer. Er ist allein und spürt das sehr. Die Mehrheit sitzt auf Holz.
Wir reisen alle im gleichen Zug zur Gegenwart in spe.
Wir sehen hinaus. Wir sahen genug.
Wir sitzen alle im gleichen Zug
und viele im falschen Coupe'.
Erich Kästner
Nun meine Frage:
Ist unser Leben(slauf) wirklich so? Oder hat dieses Gedicht etwas mit Juden zu tun, weil sie alle im [b]gleichen Zug sitzen[/b] und nach ... gefahren werden?(Ich weiß es einfach nicht!)
Beitrag wurde von steinwolf am 26.08.2003 um 12:42 Uhr aus dem Forum Chatfun Talk verschoben. Geändert am 26.08.2003 um 17:23 Uhr von Faffylein |
| God is a DJ and Life is like a Party.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 16:19 Uhr
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[i][schwarz]Wenn du das diskutieren möchtest,würde ich es in DeFacto stellen.
Für mich ist das einfach ein melancholischer Mensch mit einen fiesen,düsteren Leben.
Oder die Ungerechtigkeit im Leben einfach...
Wie hast du das mit Juden asoziiert? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 16:30 Uhr
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| Ich finde du solltest es noch in poesie setzen! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 16:34 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 19:04 Uhr
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Es sind keine Juden (auch Juden, aber nicht nur), denn der Zug kommt nie an.
Der Zug das ist die Welt, die sich immer und immer weiter dreht und nie still stehen wird; die Insassen das ist die Bevölkerung und die Aussteigenden sind die, die die Welt der Lebenden verlassen. Der alte schwer atmende Typ wird wohl an der nächsten Station austeigen müssen. Das einzige was fehlt ist, dass Babys einsteigen.
"Die I.Klasse ist fast leer. Ein feister Herr sitzt stolz im roten Plüsch und atmet schwer. Er ist allein und spürt das sehr. Die Mehrheit sitzt auf Holz."
2 Klassengesellschaft. Wenig Reiche viele Arme.
Das Gleichnis ist wohl über die angebliche Sinnlosigkeit des Lebens. "Wir packen aus. Wir packen ein. Wir finden keinen Sinn."
Spoo
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geschrieben am: 25.08.2003 um 20:52 Uhr
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(zitat)
Das Gleichnis ist wohl über die angebliche Sinnlosigkeit des Lebens. (/zitat)
zwischenfrage:
wieso angeblich? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 21:36 Uhr
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| [i][blau]angebliche Sinnlosigkeit, da das Leben nicht sinnlos ist, sondern uns nur so vorkommt, da wir keinen Sinn im Leben finden. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.08.2003 um 22:14 Uhr
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Die Erklärung von Spoo kann ich nachvollziehen. Seine Interpretation ist kurz, aber stimmig.
(Wieso die Frage wegen der Juden? Na, Erich Kästner lebte ja zur Zeit der Nazi, soviel ich weiss, hat der auch dagegen geschrieben. Ausserdem sind ja die Juden mit Eisenbahntransporten zu den Vergasungsorten gekarrt worden. In meiner Heimatstadt war so eine Endstation.) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2003 um 12:00 Uhr
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(zitat)Die Erklärung von Spoo kann ich nachvollziehen. Seine Interpretation ist kurz, aber stimmig.
[rot](Wieso die Frage wegen der Juden? Na, Erich Kästner lebte ja zur Zeit der Nazi, soviel ich weiss, hat der auch dagegen geschrieben. Ausserdem sind ja die Juden mit Eisenbahntransporten zu den Vergasungsorten gekarrt worden. In meiner Heimatstadt war so eine Endstation.)(/zitat)[/rot][blau]Deswegen hab ich euch ja gefragt! Wie ihr darüber denkt... Mir kommt es immer so vor, dass es Juden sind, die in diesen Zügen sitzen.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2003 um 12:01 Uhr
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[i][gelb] Ops, bitte ins DeFacto stellen! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2003 um 17:30 Uhr
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[i][gruen]Komisch, aber jetzt, nachdem Zabia geschrieben hat, dass Erich Kästner zur damaligen Judenzeit lebte, kann man/ich davon ausgehen, dass es sich doch in diesem Gedicht um Juden handelt! *kopfschüttelt*
(Ich schreib jetzt mal [b]Judenzeit[/b], was sich eigentlich nicht gehört, also, ich würde es auch nicht unbedingt Judenzeit nennen, aber damit ihr wisst, was gemeint ist!)
Hat jemand noch was zu sagen? =) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2003 um 18:32 Uhr
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| [schwarz][i]Seit wann gab es in den Zügen, mit denen Juden abtransportiert wurden, eine erste Klasse? |
-[... Die, die mit dem Blitzlicht tanzt ...]- |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2003 um 19:09 Uhr
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(zitat)[i]Seit wann gab es in den Zügen, mit denen Juden abtransportiert wurden, eine erste Klasse?[/i] (/zitat)
lol, sehr gut _TeArS_
Die Züge waren Viehtransporte, wo die Juden dicht auf dicht unter den allerletzten Bedingungen ins KZ transportiert wurden.
Und die Züge fuhren somit nicht endlos sondern bis sie angekommen sind und ALLE ausgestiegen sind.
(zitat)[i]von Zabia[/i] Na, Erich Kästner lebte ja zur Zeit der Nazi, soviel ich weiss, hat der auch dagegen geschrieben.(/zitat)
(zitat)
[i]von Encarta.de[/i]Kästner, Erich, Pseudonyme Melchior Kurtz, Eric Kästner und Berthold Bürger, (1899-1974), Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Beiträge zur Kinder- und Jugendliteratur, die in über 40 Sprachen erschienen.(/zitat)
In Encarta steht auch, dass er zur Zeit ...s extra aus der Schweiz nach Deutschland reiste um dort seine Beobachtungen zu machen, welche er dann für seine Werke verwenden konnte. Aber wie wir sehen, schrieb er nicht ausschließlich zu und über diese Zeit, und jemand der sich auch mit der ...- und Judenzeit beschäftigt, beschäftigt sich ja nicht nur damit.
Zu welcher Zeit wurde das eigentlich geschrieben Faffylein?
Spoo
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 07:04 Uhr
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Meine Heimatstadt ist die Stadt Linz.
Ehem. Führerstadt.
Ich bin familiär belastet, auch 2 Verwandte wurden vergast.
Ich hab halt den Eindruck gewonnen, nachdem die in meine Heimatstadt Tausende am "Reichsbahnhof" in Busse umstiegen liessen, daß da nicht nur Viehtransportzüge eingesetzt wurden.
Die haben auch aus dem "Deutschen Reich" aus vielen Pflegeanstalten Pfleglinge nach Österreich in die Gaskammer in Hartheim geschickt.
"Das Mordschloss", Momentan ist in Hartheim die Landesausstellung, daher diese Neuerscheinung).
Ich weiss mehr über FrauenKZ Ravensbrück sowie andere KZs, in Deutschland, als über die KZs und Hartheim in meiner unmittelbaren Umgebung.
Sorry.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 09:48 Uhr
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| [i]Zabia, was heißt denn bitteschön "familiär belastet"? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 13:46 Uhr
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| (zitat)[i]Zabia, was heißt denn bitteschön "familiär belastet"?(/zitat)[blau]Das würde mich auch interessieren... |
| God is a DJ and Life is like a Party.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 13:52 Uhr
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(zitat)(zitat)[i]Seit wann gab es in den Zügen, mit denen Juden abtransportiert wurden, eine erste Klasse?[/i] (/zitat)
lol, sehr gut _TeArS_
Die Züge waren Viehtransporte, wo die Juden dicht auf dicht unter den allerletzten Bedingungen ins KZ transportiert wurden.
Und die Züge fuhren somit nicht endlos sondern bis sie angekommen sind und ALLE ausgestiegen sind.
(zitat)[i]von Zabia[/i] Na, Erich Kästner lebte ja zur Zeit der Nazi, soviel ich weiss, hat der auch dagegen geschrieben.(/zitat)
(zitat)
[i]von Encarta.de[/i]Kästner, Erich, Pseudonyme Melchior Kurtz, Eric Kästner und Berthold Bürger, (1899-1974), Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Beiträge zur Kinder- und Jugendliteratur, die in über 40 Sprachen erschienen.(/zitat)
In Encarta steht auch, dass er zur Zeit ...s extra aus der Schweiz nach Deutschland reiste um dort seine Beobachtungen zu machen, welche er dann für seine Werke verwenden konnte. Aber wie wir sehen, schrieb er nicht ausschließlich zu und über diese Zeit, und jemand der sich auch mit der ...- und Judenzeit beschäftigt, beschäftigt sich ja nicht nur damit.
Zu welcher Zeit wurde das eigentlich geschrieben Faffylein?
Spoo
(/zitat)[rot]1932 |
| God is a DJ and Life is like a Party.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 14:00 Uhr
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(zitat)[i]Zabia, was heißt denn bitteschön "familiär belastet"?(/zitat)
ich glaube das erklärt sich doch von allein in ihrem text?
sie hat 2 verwandte verloren
wie auch immer sie zu ihnen stand
und wenn du das belastet meinst ...
denkst du nicht das es belastend wirkt wenn man menschen in dieser zeit verloren hat und nun daran erinnert wird wenn man drüber diskutiert? ...
ich find das schon ein wenig belastend
man weiß ja nicht inwiefern sie diese menschen vermisst |
Wer braucht schon Zeit
wenn man genug Raum hat ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 14:49 Uhr
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[i]watcher, sie hat den Krieg doch gar nicht erlebt, also hat sie überhaupt nicht zu ihnen gestanden.
Ich bin bestimmt auch irgendwo familiär belastet, denn die Menschen führen schon seit je her Kriege, besonders hier in Europa war seit den Griechen viel los. Und auch ich habe irgendwo Verwandte verloren, die ich nicht mal kannte, aber ist das ein Grund sich als Opfer darzustellen? Jeder ist Opfer und Täter zugleich.
Zum Gedicht. Ich denke nicht, dass es etwas mit Juden zu tun hat, eher mit öden Alltag. Jeder Tag ist wie der andere. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 18:11 Uhr
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Ich hätts gerne erklärt.
Hab die Maximallänge überschritten.
Mein Vater hat nur einen Tag lang "Soldat gespielt".
Am letzten. (er is tende April 1931 geboren. war also 1945 14 Jahre alt)
Ein mitleidiger Dorfbewohner hat ihn aus der Aufstellung der Gefangenen der Russen beim Einmasrsch heimgeschickt.
Eine Tante oder Cousine von ihm, Mutter zweier lediger Kinder, wurde ins KZ geschickt, weil die Familie meines Vaters Platz- bzw. finanzielle Probleme auf sich zukommen sah.
(Die Schwestern des Heimes, wo die ledige Mutter war, haben offenbar die ANgehörigen angeschrieben, daß Transporte weggehen würden. Höchste Zeit, die zu holen)
Möglicherweise hat eine dieser Personen überlebt.
Keiner ist fähig genaueres rauszukriegen.
Meine damlas 12jährige Mutter hat es dagegen geschafft, ihre gelähmte Mutter vor dem KZ zu bewahren.
So wenig war nötig. "Meine Mutter bleibt bei uns!. Als der Bürgermeister sie darauf ansprach, die ins Heim zu geben, damit meine Mutter doch ihr Gymnasium fortsetzen konnte.
Meine Mutter lebt noch immer wie unter Schock. Aber sie merkt es nicht.
Hat es nie bemerkt.
Mein Vater leidet auch, an anderem, was da auch geschehen ist. Kriegszeiten sind Ausnahmezeiten. Die wirken noch lange, zu lange nach.
Die Sünden der Väter gehen bis in die 4. Generation.
Aber: Wann ist endlich Schluss?
Peace
Geändert am 27.08.2003 um 20:46 Uhr von zabia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2003 um 18:29 Uhr
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Nein, es belastet mich nicht, wenn man darüber redet.
Mich belasten die Erinnerungen an meine Kindheit.
Ich litt vor allem unter schlechtem Gewissen der anderen, daß sie nicht zugaben, unter Lügen, unter der Angst der Belasteten vor der Neugier der Kinder.
Als das Reich zusammenbrach, während der Besatzungszeit in Österreich:
Da muste ja wieder irgendwer "das Werkel zum Laufen bringen". Sprich den Staat Österreichs neuorganisieren.
Wir waren ja nur 10 Jahre unter Besatzung.
Na, und wer hatte das Wissen, und die Erfahrung und politische Kontakte?
Die, die noch lebten, hatetn Familien und eine zerstörte Heimat.
Das schlechte Gewissen hielten die nicht aus.
So jedenfalls kamen die Nazis in Österreich wieder in Änter und Würden. Jedenfalls die, von denen man nix KOnkretes wusste, und die sich schützen konnten.
Operation "Gladio". War in mehreren Staaten so, da bekommt man eine Ahnung, ....
Ich bin belastet, weil ich ja mit denen leben musste, und nicht wusste, was da los war.
Warum ich Sätze plapperte: "Das Wort ... sagt man nicht" ( ca 1962) Warum eine Lehererin der Nebenklasse weggebracht wurde, weil sie die Shcülerin, die mit Nachnamen David hiess aufs übelste bedrängte. "David! Das ist doch ein jüdischer Name! Warum bist Du nicht vergast"...1965 -1968).
Und weil man mir offenbar ansah, was ich alles aufmerksam wahrnahm, hatte ich plötzlich absolut schulishce Probleme. Bin selber gegangen. Nichts zu sagen war nicht genug. Zu Fragen war schon zu viel.
Ich weiss, dass ich mcih gewundert hatte, daß in meinem Geschichtsbuch der 1. Weltkrieg in einer halben Siete abgehandelt wurde, und es danach sofort mit dem Staatsvertrag 1955 weiterging. (Vielleicht lässt mcih meine Erinnerung im Stich, vielleicht gabs ja 4 Zeilen, weiss nicht.
Aber noch 1990, als ich studieren wollte, fühlte ich meine Panik, weil ich in Geschichte Fragen hatte.
Und weil sich die Zeiten geändert hatten, und ich normale Antworten bekam, fiel mir auf, wie schweigsam die alle waren, wie still, die hinter mir sassen, die alle junge Studenten waren! Meine Fragen waren nicht so aussergewöhnlcih, lol. Und sonst schwätzten die immer. Nur in Geschichte nicht.
Mir ist absolut klar, warum wir Geschichte nehmen mussten- sollten-konnten, um unsere Studienberechtigung zu bekommen!
Nun hat sich vorerst auf den Universitäten vieles geändert.
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