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~Kleine Poesieecke~

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geschrieben am: 02.03.2004    um 08:33 Uhr   
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Wintermond

†.: ..so it goes, My Dear.. :.†
  TopZuletzt geändert am: 30.07.2013 um 10:59 Uhr von Wintermond
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geschrieben am: 02.03.2004    um 23:49 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Nicht die eigenen Ängste, noch jene der prophetischen Seele
Von der ganzen Welt, die auf kommende Ereignisse baut,
Können bestimmen, wie lange meine wahre Liebe noch lebe,
Welches man als unausweichliche Strafe des Schicksals sagt.

Der sterbliche Mond erduldet seine eigene Sonnenfinsternis,
Und der traurige Wahrsager verhöhnt seine eigene Weissagung,
Ungewißheiten krönen sich nun ganz gewiß,
Und Friede verkündigt Olivenzweige von endlosen Jahren.

Nun mit den Tropfen dieser heilenden Zeit
Sieht meine Liebe jung aus, und der Tod erkennt an,
Daß ich ungeachtet von ihm in diesen wenigen Zeilen leben werde,

Während er über teilnahmslosen und wortlosen Völkern triumpfiert.
Und Du sollst in diesem Dein Monument sehen
Während Rüstungen der Tyrannen und metallne Gräber vergehen.

[freie Übersetzung eines Gedichtes von William Shakespear]


~*little*~


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geschrieben am: 02.03.2004    um 23:50 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheimgegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe:
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Ach, er möchte wie ein Quell versiegen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!


"Tristan" von August von Platen

~*little*~



Geändert am 02.03.2004 um 23:51 Uhr von --little--
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geschrieben am: 02.03.2004    um 23:54 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Le Belle Dame sans Merci
Ah was befiel dich, Ritters Knab,
Bleich und allein daß du streichst herum?
Die Rohre sind dürr all um den See,
Und die Vögel stumm.

Ah was befiehl dich, Ritters Kanb,
so hohl und blickend solcher Pein?
Der Hamster hat sein Scheuer bestellt
Und der Herbst ist ein!

Ich seh die Lilij ob deiner Brau
Von Herzweh feucht und Fiebers Hauch,
Und auf der Wang die Rose welkt
Zusehends auch!

Ich fand ein Fräulein im Gereut,
Ein Feenkind, ganzer Schönmheit Bild,
Ihr Haar wa lang, ihr Fuß war leicht,
Und ihr Aug war wild.

Ich macht ein Kränzlein für ihr Haupt,
Armspang dazu und duftgen Bort,-
Sie blickt auf mich, als liebte sie,
Und gewann mich dort.

Ich saß sie auf mein schreitend Roß,
Und anders sah ich nicht Tag lang,
Denn seitwärts bog sie sich und fand
Einen Feensang.

Sie fand mir Wurz von süßem Schmack
Und Honig wild, und Manna-Taun,
Und ernst in fremden Laut sprach sie:
Ich lieb dich traun.

Sie nahm mich in den Elfen Grund
Und weint sich dort zu Tode schier;
Ihr wild wilden Augen schloß ich dort
Mit Küssen vier.

Und lullte sie mich dort in Schlaf
Und träum - ah was sich nie verliert -
Den letzten Traum, den ich geträumt,
Wo der Berghang friert.

Ich schaute Könige und Prinzen fahl,
Fahl Kriegsvolk totfahl Mann für Mann,
Die schrien: La belle dame sasn merci
Hält dich in Bann.

Ich sah erhungert ihren Mund
Von grauser Warnung aufgegiert,
Und ich erwacht und fand mich hier
Wo der Berghang friert.

Un darum hause ich hier noch fort
Bleich und allein und ich streich herum,
Ob die Rohre auf dürr all um den See
Und die Vögel stumm.

[John Keats (1795-1821)]



~*little*~


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geschrieben am: 03.03.2004    um 11:39 Uhr   
[i][/blau]Bof!
Die Gedichte sind der hammer. Die sind wunderschön ..
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Nutzer: --little--
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geschrieben am: 03.03.2004    um 13:22 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]


Der Leidenschaft erlegen...
fielen wir, der Eine in des Anderen Leben...
und Nichts sollte mehr wie früher sein...

Elektrisiert, der Blick in Deine Augen, erkannten wir:
Es gab nur einen Weg der Erlösung...
und im Sturm der Ekstase...
hielten unsere Seelen aneinander fest...
fügten sich nahtlos - eine in die andere ein...

Und im Strom der Begierde...
strandeten wir an den Ufern unseres Seins...
Berauscht von der Nähe des Anderen,
schwanden all die Narben auf der Seele,
fiel ein Sonnenstrahl in mein Innerstes...
und wärmte auch Dich.

Nach all den Tagen des schwarzen Himmels...
pflanztest Du ein Lebensgefühl in mich...
erblühte in allen Farben des Regenbogens...
verwandelte sich in Sehnsucht... nein ...Liebe...

BIS DEINE SONNE SICH VERDUNKELTE!!!



[A.U.]
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geschrieben am: 03.03.2004    um 13:27 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Der Edelstein der Elfen


Ein Regenbogen spannt sich von hier nach da,
die Sonne spiegelt sich in seinen Farben hell und klar.
Sieh mal genau hin!
Ja, siehst Du es denn nicht?
Verschleiern Deine Tränen Deinen Blick?
Wisch, sie ab und schau genau hin.
Jetzt, siehst Du auch, was ich gesehn.

Elfen!
Ja, Elfen, sie tanzen einen Reigen auf ihn.
Eine jede hält in ihrer Hand,
einen Edelstein, so klar wie ein Diamant.
er funkelt, strahlt und blitzt.
eine jede Elfe freut sich,
daß sie einen anderen besitzt.

Hör auf zu weinen und hör mal hin.
Sie singen zum Tanz.
Erkennst Du von dem Gesang den Sinn?
Was singen sie?
Ach, jetzt hörst Du das Lied ganz.



Sie singen:" Komm, wein' nicht mehr und tanze mit,
einen Edelstein bekommst Du, der bringt Dir Glück!
Komm, tanz mit uns und Du wirst seh'n,
die Traurigkeit und die Tränen werden vergeh'n."

Sieh, da kommmen die Elfen zu Dir.
Sie wollen Dich holen, glaube mir.
Sie holen Dich und führen Dich zum Reigen,
jetzt, wird Dein Weinen endlich Schweigen.

Du lachst, bist glücklich, hast ein frohes Gesicht,
in Deinen Augen spiegelt sich das Sonnenlicht.
Du fragst Dich jetzt, warum das Alles geschieht?
Ich sag es Dir:
" Weil Du getanzt hast, auf dem Regenbogen,
nach dem Elfenlied!"



Der Regenbogen ist fort, der Reigen ist aus,
die Elfen flogen ins Elfenreich nach Haus.
Die Sonne scheint immernoch klar und hell.
Doch was hälst Du in Deiner Hand, zeig es mir schnell.

Erkennst Du es nicht?
Blick genau hin, was da funkelt und blitzt.
Es ist ein Edelstein, der Magie besitzt.
Wenn Du traurig bist, dann sieh in an,
er führt dich zum Elfenreigen, weil er das kann.

[Silvia Penka]



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geschrieben am: 04.03.2004    um 00:55 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]


Die Elbenmaid

Einst lebte eine Elbenmaid
So wie der Morgen hold;
Ihr Kleid, ihr Schuh war ein Geschmeid
Aus Silberglanz und Gold.

Auf ihrer Stirne stand ein Stern,
Im Haare spielte Licht
Wie auf den Hügeln Loriens fern,
Die Sonne heller nicht.

Ihr Haar fiel reich, und gliederweiss,
Und schön war sie und frei
Und bog sich wie ein junges Reis
Im Wind so sanft dabei.



Am Wasserfall von Nimrodel,
Der klar und kühl versprüht,
Fiel sie mit ein wie Silber hell
Ins helle Wasserlied.

Heut aber kennt sie keiner mehr
Noch ihren Aufenthalt;
Sie fand nicht Weg noch Wiederkehr
Aus Wildnis, berg und Wald.

Das Elbenschiff im hafen lag,
Am Berge sturmgeschützt,
Und harrte ihrer um Tag-
Die See ging weissbemützt.



Ein Sturm kam auf von Norden her
Zur Nacht mit Urgewalt
Und trieb das Schiff hinaus aufs Meer
Ins Dunkel ungestalt.

Der Strand, der Berg verschwamm im Dunst,
Vertrübt und ungenau,
Die Wogen türmten sich in Brunst
Und rollten schwer und grau.

Noch schärfte Amroth seinen Blick,
Noch suchte er die Stell
Das Schiff verfluchend - nicht zurück
Trug's ihn zu Nimrodel.



Er selber herrschte einst im Wald,
Ein König von Geblüt,
Als Loriens Macht noch golden galt
Und elbisch sang das Lied.

Nun schoss er wie ein schlanker Pfeil
Ins Wasser tief hinab
Und tauchte möwengleich und heil
Hervor aus nassem Grab.

Der Wind zerwühlte ihm das Haar,
Weiss flog der Schaum um ihn,
Dann sah man ihn wie einen Schwan
Die Wogen reitend ziehn.

Doch drang kein Wort von Westen her
In unser Elbenland,
Und keiner hörte jemals mehr
Von Amroth, der entschwand.

J.R.R. Tolkien



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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:03 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]
Liebeswerk

Am Anfang ist ein Wille ,
der dich zu Taten drängt.
Doch darauf folgt die Stille ,
bis man am Baume hängt.

Das Leben geht zu Ende ,
so wie es einst begann.
Es bleiben nur noch Bände ,
von uns’rer Lebensqual.

Das Leben ist ein dummes Spiel ,
bei dem man nicht gewinnt.
Geboren wird man als Kind ,
und wenn wir dann mal älter sind ,
dann werden wir senil.

Im Grunde ist die Welt im Arsch ,
wenn man sie nicht mehr liebt.
Man ist bereit für den letzten Marsch ,
bei dem man alles gibt.
D’ rum suche deinen Grund zu leben ,
auch wenn du keinen siehst.
Am Ende wirst du erleben ,
dass man dich an deinen Taten misst.

Und du wirst seh’n ,
in der Erinnerung bleibst du besteh’n.


[A.U.]

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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:06 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]
WENN LIEBŽ IN JENEN WELTEN BLÜHT

WENN LIEB` IN JENEN WELTEN BLÜHT,
DIE ÜBER STERNEN EWIG WÄHREN,
WENN DORT DAS TEURE HERZ NOCH GLÜHT,
DIESELBEN AUGEN, OHNE ZÄHREN, -
WIE SCHÖN DIE UNBETRETNEN SPHÄREN !
WIE SÜß ZU STERBEN VOR DER ZEIT,
DAß ANGST UND TRAUER SICH VERZEHREN
IN DEINEN STRAHLEN, EWIGKEIT !

SO MUß ES SEIN ! - NICHT FÜR DEIN ICH
BEBST DU VOR JENER LETZTEN SCHRANKE
UND MÖCHTEST FLIEHN UND KLAMMERST DICH
DOCH AN DES DASEINS MORSCHE PLANKE.
DIE ZUKUNFT - LIEBLICHER GEDANKE ! -
GIBT HERZ DEM HERZEN EINST ZURÜCK,
UND DORT IM AUFERSTEHUNGSTRANKE
TRINKT SEEL` IN SEEL` EIN EWIG` GLÜCK.

(LORD BYRON)


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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:08 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]
DIE ZÄRTLICHKEITEN

ICH LIEBE JENE ERSTEN BANGEN ZÄRTLICHKEITEN,
DIE HALB NOCH FRAGE SIND UND HALB SCHON ANVERTRAUEN
WEIL HINTER IHNEN SCHON DIE ANDREN STUNDEN SCHREITEN,
DIE SICH WIE PFEILER WUCHTEND IN DAS LEBEN BAUN.

EIN DUFT SIND SIE; DES BLUTES FLÜCHTIGSTE BERÜHRUNG,
EIN RASCHER BLICK, EIN LÄCHELN, EINE LEISE HAND -
SIE KNISTERN SCHON WIE ROTE FUNKEN DER VERFÜHRUNG
UND STÜRZEN FEUERGARBEN IN DER NÄCHTE BRAND.

UND SIND DOCH SELTSAM SÜß,WEIL SIE IM SPIEL GEGEBEN
NOCH SANFT UND ABSICHTSLOS UND LEISE NUR VERWIRRT,
WIE BÄUME, DIE DEM FRÜHLINGSWIND ENTGEGNBEBEN,
DER SIE IN SEINER HARTEN FAUST ZERBRECHEN WIRD.


(S. ZWEIG)



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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:10 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Engel der Nacht
Ein Engel der Nacht,
aus glitzerndem Sternenstaub
Träume grenzenlos gemacht,
wie fallendes Herbstlaub,
mitgerissen vom Wind,
auf den Wogen des Glücks
freudig wie ein Kind,
in der Sekunde des Augenblicks
in der Ferne Nähe gespührt,
sich im Sternenhimmel gesehen,
sich in den Träumen berührt,
wie ein Gefühl ohne Verstehen.

Doch wo ist er hin,
der Engel der Nacht?
Ein Leben ohne Sinn,
um den Verstand gebracht,
aus den Armen entrissen,
das Herz schmerzhaft entführt,
ein Gefühl von Vermissen,
direkt in den Abrund geführt,
der Grenzenlosigkeit ein Ende gesetzt
von Schwadronen aus der Dunkelheit,
blutend und schwer verletzt,
bleibt letzendlich nur die Einsamkeit...



[A.U.]
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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:19 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Großer Dankchoral

Lobet die Nacht und die Finsternis, die euch umfangen!
Kommet zuhauf
Schaut in den Himmel hinauf:
Schon ist der Tag euch vergangen.

Lobet das Gras und die Tiere, die neben euch leben und sterben!
Sehet wie ihr
Lebet das Gras und das Tier
Und es muss auch mit euch sterben.

Lobet den Baum, der aus Aas aufwächst jauchzend zum Himmel!
Lobet das Aas
Lobet den Baum, der es frass
Aber auch lobet den Himmel.

Lobet von Herzen das schlechte Gedächtnis des Himmels!
Und dass er nicht
Weiss euren Nam' noch Gesicht
Niemand weiss, dass ihr noch da seid.

Lobet die Kälte, die Finsternis und das Verderben!
Schauet hinan:
Es kommt nicht auf euch an
Und ihr könnt unbesorgt sterben.


Bertolt Brecht (1898-1956)



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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:20 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]
Julia und Romeo


wenn blicke töten,
die Augen erröten,
istŽs meist zu spät,
das der, derŽs ausbaden muss, verträgt.
Der derŽs verdient,
zu empfangen die strafe für die er sühnt.

Den Fehler den er getan,
ohne erbarmŽn.
Er dacht nicht nach,
das er der die ihn liebte,
schmerzen tat.

Ohne zu denken stach er seiner liebsten,
ein aus hintergangener liebe bestehendes Messer
in ihr reines Herz.
Die die ihn liebte,
wollt nicht sehen,
das sein Herz doch nur der
Begierde der Weiblichkeit diente
und nicht aus vollendeter reiner liebe.

Nachgedacht über sein vergehen,
er nicht tat,
er brach ihr lieber ihr Herz
ohne zu fühlen.

Sie ließ es aber nicht zu,
sie schwor Rache für ihr zerbrochenes Herz.
Die Rache tat sie schnell,
sie tat als wärŽ es ihr Spiel
das er liebt.

Er viel mit Leichtgläubigkeit darauf hinein
und sie tat ihr Todesspiel.
Sie ließ zärtlich ihre Finger über ihn gleiten,
ließ ihn ihre Finger schmecken.

Er, ohne zu wissen,
schmeckte mit voller Lust den Tod.
Er sank in ihren armen nieder
wie Romeo bei Julia,
schlief in ihren armen ein.
Romeo schlief sich ewig
und Julia befreite sich stetig,
sie befreite sich von der Qual,
der Qual zu lieben.

Julia erfreute sich an dieser Freiheit,
und doch tat sie traurig Schein,
den Schein der sie nicht verriet.
Niemand ahnte die Tragödie die Romeo zustieß.
Niemand ahnte das Julia diese Tragödie entfachte.
Julia empfand Freude
und die wieder sollte sie den Schmerz der liebe spüren...
... und sprang



[A.U.]
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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:23 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Schwarzer Engel



mein geist, so schroff und schön

die liebste in den arm

tragen uns gen himmel

wo fern und nah schon ruft

wo licht ist noch so warm



in extase, auf und nieder

auf den flügeln deiner lust

wenns gott gefällt

in mir erwacht

der bittre trank von frust



der see ist düster,

die sterne klar

heut ist die nacht

wo wir es spührn

das fleisch der unschuld wacht



mit aufgeschlitztem körper

das zucken in der hand

halt ich den dolch hernieder

der saft der freude dir entrannt



ruhe sanft, mein kleiner engel

schlaf den tiefsten traum

auf das du zu dem werdest

dem abgott meiner sinne

der spiegel aller frauen

leb wohl !!!




[A.U.]
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geschrieben am: 05.03.2004    um 19:27 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]
EPILOG DES TRAUMES

Die Dämmerung schafft eine Welt der Legenden
Und Täler suchen die Zuflucht im aufsteigenden Nebel
Bäume sind vom letzten Licht übergossen
Ein geflüstertes Geheimnis fällt auf das Gras
Und am fernen Ufer des Sees
Schläft nur noch schwach atmend der Traum

Dunkle Gedanken drängen schmerzhaft
Das letzte Licht - qualvoller Moment
Am Abgrund der Zeit
Was es mir sagen wollte
Es wird verhallen
In den Banalitäten der Welt

Ich spüre die geheimen Gegenspieler
Sie wechseln still und leise in mir
Sind es Gefährten die mich schützen
Auf daß ich mich nicht verfange
In den Sümpfen
Der zu sicheren Orte?
Wer kennt die Spur des ersten Kometen
Die tiefsten Tiefen unserer Seelen?
Die nur noch schwach erleuchtet vom Abglanz
Des nicht gehaltenen Versprechens
Nun kreisen die Krähen der Angst
Und uns wächst die letzte Saat

Zwischen dem gestern und noch nicht heute
Weckt der Wind die alten Mythen
Grenzenlos mein Verlangen - und doch
Gefangen im leeren Laufrad der Zeit
Das Wasser der Welt stillt nicht mehr meinen Durst
Und an den Feuern der Menschen erfrieren meine Träume

Ich weiß
Es wird nicht mehr gefragt werden
Nach solchen wie mir
Mein Echo verhallt in den Nebeln des Jetzt
Was mir entgegenschlägt ist Stille
Und so werde ich an mir selber taub ....


[A.U.]
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geschrieben am: 07.03.2004    um 20:05 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Das letzte Gedicht........


Vor meinen Augen Dunkelheit,
mit meinen Gedanken endlich soweit,
heute schreibe ich das letzte Gedicht,
bereite mich vor, für das letzte Gericht,

Düstere Gedanken verfolgen mich,
Die Schreie in meinen Kopf sind fürchterlich,
alleingelassen mit den Dämonen,
die mich ins schwarze holen.......

Da ein Schrei,.. bin das ich?
Meine Ängste werden zu Pfeilen,
zermartern mich,
kann mich keiner heilen?

Dann diese Stille,
mit Wunden alleingelassen,
langsam kommt wieder mein Wille,
solche Nächte sind zum hassen.

Ich öffne meine Augen,
die Sonne streichelt mein Gesicht,
kann meiner Umgebung noch nicht trauen,
nach dem Traum vom letzten Gedicht......


[A.U.]
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geschrieben am: 07.03.2004    um 20:09 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Hoffnung

Ich bins nie gewesen
und werd es nie sein
ein Mensch der nicht fühlt
eine Hülle allein.

Kann kaum das beschreiben
was mich grad bewegt
seh Seelen tot treiben
Mit Herzfrost belegt.

Sie denken zu lieben
doch das können sie nicht
sind vom Ehrgeiz getrieben
zu stehen im Licht.

Doch was sie nicht wissen
und nie begreifen werden
das ist wahre Liebe gibt`s die auf Erden?

Zum lieben brauchts Mut
zu vergessen die Schmerzen
Vertrauen zu schenken
in der anderen Herzen.

Und wer stehts sieht zurück
der wird es nie finden
zuviel Ängste vor Neuem
die das Herz eisern binden.

So bleibt stets die Trauer
und immer höher wächst die Mauer
wie soll man wieder Liebe finden
ohne Vergangenheit zu überwinden.

Doch da ist eine Hoffnung
vielleicht ist`s ja die Zeit
die bald schon all die Wunden heilt
ein Traum findet Erfüllung
dass sich die Seele von ihren Fesseln
befreit neu zu empfangen
die Liebe dann sein wird bereit.


[A.U.]
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geschrieben am: 07.03.2004    um 20:10 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

In einer sternenklaren Nacht
hat der Himmel mich so wunderbar beschenkt,
hat, ohne Zweifel, wohl bedacht,
deine Wege zu mir gelenkt.

Nun werde ich dich schützen wie mein eigenes Leben,
denn wert bist du es tausendfach und mehr,
will es dir schenken und dir all meine Liebe geben,
weil ich dich tausendfach und mehr begehsŽ

Die Sehnsucht scheint mich langsam aufzufressen,
doch dauern meine Qualen nicht mehr lange an,
könntŽ ich mich auch im Leid für dich vergessen,
wär ich doch im Glück ein Leben lang.

Ich liebe deine Stimme in der Nacht,
wenn du mir sagst, dass du mich sehr vermisst,
ich liebe dich in all deiner himmlischen Pracht,
weil du mein kleiner Engel bist.

Ich danke dem Himmel für seine Güte,
dass er mir seinen wundervollsten Engel gab,
und hoffe, dass er grausam wüte,
sollte uns etwas anderes trennen als das Grab.

Und ich danke dir, dass du mich liebst,
hoffe, dass du mich niemals mehr vergisst,
weil du mir mit deiner Liebe Alles gibst,
weil du mein kleiner Engel bist.


[A.U.]
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geschrieben am: 07.03.2004    um 20:12 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Sehnsucht

Obwohl die Sonne scheint,
Und blau der Himmel ist,
Obwohl Frühlingsduft ist überall,
Ist es mir, schon tagelang,
Als ob immer noch Winter ist...

Ich vermisse Dein Lächeln,
Dein Parfum, den Duft Deiner Haut,
Deinen Atem, wenn ich Dich küssŽ,
Deine Wärme...
Alles ist mir so vertraut...

Kein Sternenschein in der Nacht,
Ohne Dich, mein Schatz
SehŽ ich nur Dunkelheit,
Ohne Dich...nur Schmerz
Und Einsamkeit.

Was würdŽ ich dafür geben,
WennŽs nicht so wärŽ,
KönntŽ ich die Zeit zurückdrehnŽ,
Drei Wochen...
Oder mehr...

HabŽ solche Sehnsucht nach Dir,
24 Stunden am Tag,
Ich vermissŽ alles an Dir,
Mehr, als ich jemals zu sagen vermag...

[A.U.]
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geschrieben am: 07.03.2004    um 20:16 Uhr   
[i][/schwarz][schwarz]

Blutende Seele


Durch die Nacht mit tausend Qualen,
ohne Hoffnung, ohne Sterne.
Jede Faser meines Herzens,
wünscht sich fort in weite Ferne.

Heiß entbrannt ist diese Sehnsucht,
die kein Mensch kann jemals stillen.
Ein Gefühl von Schmerz und Leere,
nimmt mir jeden eignen Willen.

Wie betäubt lieg ich im Dunkeln,
seh die Schatten an den Wänden.
Fühl die silberkalte Klinge,
halt mein Leben in den Händen.

Heißes Blut fließt in den Adern,
wie der Wein rinnt durch die Kehle.
Gleich dem Krug der still zerbrochen,
so zerrissen ist die Seele.

Diese Nacht wird niemals enden,
qualvoll lang ist jede Stunde.
Blut und Tränen werden fließen,
oh so tief ist meine Wunde.


[A.U.]
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Geändert am 07.03.2004 um 20:18 Uhr von --little--
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